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Wednesday, 15 December 2004

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Listed below are links to weblogs that reference Lehren aus der Jamba-Story - für Blogger und Unternehmen:

» Jamba from Haltungsturnen - Klopfzeichen aus der Wirklichkeit
Bis gestern hatte ich mich also mit Jamba nur insofern beschäftigt, als die seltenen Fälle, die ich beim Durchblättern bei Musiksendern hängen blieb, immer abrupt beendet waren, wenn deren Werbung begann (also meist nach dem gerade laufenden Titel). ... [Read More]

» PR Gau bei Jamba? from augenmerk agenturblog.de
Wie ein Blog Eintrag und die Reaktion eines Unternehmens, das wenig über Blogs weiß, einen Kommunikationsgau erster Güte verursachen kann. Dabei fing alles doch ganz harmlos an - ein Versuch einer Rekonstruktion. [aktualisiert am 15.12. 2004 um 14:4... [Read More]

» PR Gau bei Jamba? from augenmerk agenturblog.de
Wie ein Blog Eintrag und die Reaktion eines Unternehmens, das wenig über Blogs weiß, einen Kommunikationsgau erster Güte verursachen kann. Dabei fing alles doch ganz harmlos an - ein Versuch einer Rekonstruktion. [aktualisiert am 15.12. 2004 um 14:4... [Read More]

» Jamba und kein Ende from sagichdoch?
Das hätte sich Johnny wohl nicht träumen lassen, dass seine kleine "Jambaerklärung" von gestern so einen Wirbel in der Bloggerszene hervorruft, vor allem, nachdem wohl einige Jambamitarbeiter seine Kommentarfunktion entdeckt haben. Auf dem Spreebl... [Read More]

» Wir Blogger sind ja soooo mächtig from KMU-Blog
Ups, da ist mir doch tatsächlich was entgangen, was die DE-Blogosphäre bewegt: Jamba Kurs. Kein Zweifel: Der Artikel ist toll geschrieben! Nur: neu ist das nicht (keine Kritik, nur eine Feststellung). Man muss kein großes Mathematik-Genie sein, um g... [Read More]

» Jamba - doch noch was... from augenmerk agenturblog.de
Man hätte meinen können die Jamba Geschichte sei nun abgeschlossen, viele Lehren daraus gezogen - falsch. Heute giesst der PRBlogger Klaus Eck noch mal Wasser auf die Jamba Mühle. Im Interview "Nachgebloggt: Arne Trautmann, Law-Blog" gibt der Rechts... [Read More]

» Jamba - doch noch was... from augenmerk agenturblog.de
Man hätte meinen können die Jamba Geschichte sei nun abgeschlossen, viele Lehren daraus gezogen - falsch. Heute giesst der PRBlogger Klaus Eck noch mal Wasser auf die Jamba Mühle. Im Interview "Nachgebloggt: Arne Trautmann, Law-Blog" gibt der Rechts... [Read More]

» Lehren aus der Jamba-Story - für Blogger und Unternehmen from linkrauschen, das Medien-Linklog
Markus Breuer: _notizen aus der provinz: Lehren aus der Jamba-Story Randnotiz: Gerade wurde mir klar, dass ich auch aus dem "nördliche Süd-Ostwestfalen" blogge. 6km sind es bis nach Nordborchen, von wo Markus Breuer bloggt. Die Welt ist klein. [Read More]

» Jamba oder das Ernstnehmen des Internets from Das E-Business Weblog
Jamba ist ein Unternehmen, das Handyklingeltöne verkauft. Vor ein paar Tagen erschien im Weblog Spreeblick ein zynischer Artikel über das Unternehmen, der große Aufmerksamkeit in der Blogosphere erhielt - zunächst... [Read More]

» Jamba oder das Ernstnehmen des Internets from Das E-Business Weblog
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» mögliches essay-Thema from Vernetzte Kommunikation
aus aktuellem Anlass noch ein mögliches Essay-Thema: Die Rolle von Weblogs in der Herstellung kritischer Öffentlichkeit: Das Beispiel JambaEin kritischer Artikel zu den Geschäftspraktiken von Jamba im Weblog "Spreeblick" hat eine ziemlic... [Read More]

Comments

ThomasL

Und das Fazit: toll, wie schnell sich da ein Thema in Blogs verbreiten kann, auch wenn's von den Betroffenen keine S** interessiert?

Markus Breuer

thomas, ich will die tatsächliche wirkung von weblogs in der aktuellen situation nicht hochjubeln (und habe das tatsächlich, glaube ich, auch - mit abschnitten wie "Weblogs sind irrelevant und machtlos" - nicht getan). bei einer epidemie ist immer entscheidend, wer mit wem in kontakt kommt, wie die übertragungswege aussehen etc.

die geringe anzahl aktiver weblogs beschränkt die absolute anzahl erreichbarer opfer bzw. den maximalen durchseuchungsgrad einer idee in einer zielgruppe im moment noch sehr stark. das wird aber - nicht allein durch weblogs sondern auch durch foren, IRC, IM etc. - nicht so bleiben. alle diese kommunikationsmittel fördern epdidemische entwicklungen mit dramatischen ausbreitungsgeschwindigkeiten.

ich habe auch nur mechanismen dargestellt, die bislang zutreffende, funktionierende gesetze ins wanken bringen könnten, und, die zu ignorieren für die betroffenen m.E. unklug wäre. insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass mehr als 50% der blogger in den von jamba bevorzugt angesprochenen altersschichten sind ... (die allerdings typischerweise schlecht "vernetzt" und damit relativ gut ansteckungsgeschützt sind)

fakt ist, dass kein unternehmen schlechte pr brauchen kann. es reicht, wenn es in gewissen kreisen auf einmal als uncool gilt, sich "von jamba abzocken zu lassen" und schon kostet so etwas geld. dazu müssen (leider) nicht alle teenies flächendeckend auf nervige klingeltöne und logos verzichten ...

im moment wird das kaum passieren. aber nächstes jahr um diese zeit oder übernächstes jahr wird's spannend werden. ich denke, die sache mit den kryptonite-fahradschlössern in den USA (wo die virtuellen klatsch- und tratschnetze schon etwas engmaschiger sind) dürfte das unternehmen schon schmerzhaft umsatz gekostet haben.

Robert Basic

In der Tat, hätte Jamba nix gesagt, hätten die kein Öl ins Feuer gegossen und Spreeblicks Story wäre halt eine ebenso kurzfristige und amüsante gewesen, wie vieles andere, wenig Nachhaltige auch aus der Blogosphäre. So haben sie halt einen kleinen Schwelbrand erzeugt. Ich persönlich glaube nicht, dass sich auch nur etwas an den Umsätzen für diesen noch nächsten Monat etwas ändern wird. Dafür ist das Geschrei von Jamba (sprich: Werbung) viel zu laut und übertönt alles andere, was nicht annähernd auf gleicher Dezibelstärke Krach macht. Blogs fiepsen quasi.

Für mich als Unternehmer würde es momentan bei solchen Überhitzungen heissen: Einfach aussitzen und genau betrachten und lernen. Wenn(!) es denn die deutsche Blogosphäre betrifft und mein Internetkanal eine reine Visitenkarte ist, aber nicht mein eigentlicher Vertriebskanal; sonst stolpern ja die Leute über Google Einträge und das wäre unschön.

Sobald die deutsche Blogosphäre richtigen Lärm machen kann, würde ich spätestens dann mit einem Notfallplan aufwarten, der aber vorher unbedingt zu erstellen ist. Das ist übrigens nix anderes als die Notfallpläne von Konzernen, wenn die IT zb komplett ausfallen würde (Business Continuing...). Vorteil gegenüber anderen NOtfallplänen: Man kann es intern einigermassen kostengünstig simulieren.

Markus Breuer

klingt nicht unplausibel. und "Jamba (sprich: Werbung) viel zu laut und übertönt alles andere, was nicht annähernd auf gleicher Dezibelstärke Krach macht. Blogs fiepsen quasi." ist wunderschön gesagt. ja, blogs fiepsen ... noch.

als selbst chronisch paranoider unternehmer (aber auch paranoiker haben feinde, echt ...), habe auch ich immer gerne einen plan B in der hinterhand. es gab schon so viele word- und excels auf meiner festplatte die das wörtchen "continuity" darin trugen ... das ist gut und das ist wichtig. was ich nur glaube - in erbarmungswürdig naiver cluetrain-gläubigkeit - ist, dass es nicht reicht, sich auf diese "neue zeit der pr" (schon wieder diese naivität) erst im falle eine falles einzustellen. die grundlage für die erfolgreiche reaktion muss lange vorher gelegt werden, und nicht nur als "plan!.

unternehmen sollten - ob mit und ohne blog - die authentische, proaktive kommunikation mit kunden und umfeld einüben und das reputationskonto HEUTE aufbauen, dass sie brauchen, wenn das kind ins wasser fällt. und da glaube ich, anders als der nette herr, mit dem wir uns neulich bei OpenBC unterhielten, das weblogs ein einfaches übungsmittel sein können (egal, ob ich sie mit einem wcms oder moveable type baue). trainieren jetzt, damit die handgriffe später sitzen, wenn's drauf ankommt.

ker0zene

Ich denke, das es im Hause Jamba noch einige weitere Gründe für die recht nervöse und unausgegorene Reaktion gibt. Auch im Eintrag von Spreeblick wird angerissen, das die profitabelsten Zeiten des Unternehmens möglicherweise vorbei sind.

Zum Beispiel in Hinsicht auf MTV und Viva, die sich mit der immer weiter überbordenden Klingeltonwerbung in eine Sackgasse manövrieren und hier wohl beginnen, sich Gedanken über die aktuelle Situation zu machen. Viele Zuschauer schalten von Werbung genervt um und danach gar nicht mehr ein, "alteingesessene" Werbekunden buchen keine Blöcke zwischen Jamba- und Zed-Spots, die Abhängigkeit von den Werbebudgets von Jamba und Co. wird immer größer (unlängst schon im Spiegel beleuchtet).

Mit Interesse warte ich auch auf Reaktionen von Seiten des Gesetzgebers (Stichwort: Fernabsatzgesetz), wo mir eine Reaktion überfällig zu sein scheint. Wachsende Verschuldung von Jugendlichen ist ja nun schon länger ein Thema und das Handy dabei längst als einer der Hauptgründe ausgemacht.

Auch bei einer (noch) relativ überschaubaren deutschen Blogosphäre kann so ein Vorgang imho zumindest mittelfristig zu einem ernsten Problem für den Konzern werden. Wenn das Thema eines offensichtlich auf Desinformation und Verwirrung bei der Zielgruppe ausgerichteten Vertriebskonzeptes erst einmal zu glimmen begonnen hat ist der Weg z.B. in die Heise-News und einige der "etablierten" Medien nicht mehr weit.

Thomas Pleil

Das ist der Punkt. Beispiele aus den USA wie Kryptonite, Electronic Arts oder Delta belegen, dass Themen der Blogosphäre durchaus in "etablierte" Medien schwappen, wenn der Nachrichtenwert hoch genug ist. Insofern sehe ich hier einen nahtlosen Übergang der Mediensysteme. Und je mehr Journalisten bloggen, desto eher nehmen sie auch wahr, was in der Blogosphere passiert.

Ein anderer Aspekt: Offenheit und Kommunikation sind sicher wichtig für den Aufbau von Vertrauen. Doch wenn das Produkt nicht stimmt, ist Kommunikation auch kein Allheilmittel. Verbraucherorganisationen haben Jamba seit längerem schon im Blick, die Vorwürfe aus dem "Spreeblick" sind eigentlich nicht wirklich neu.

Markus Breuer

sorry, wenn das so rübergekommen wäre, als wollte ich andeuten, dass man mit guter PR (und einem weblog) ein mieses angebot glatt bügeln kann. kann man nicht - zumindest nicht auf dauer. tatsächlich geht es ja - ganz gemäß dem cluetrain-ansatz - um einen dialog zwischen kunde und unternehmen, bei dem auch das unternehmen lernt und dann angebote anpaßt/auf den markt bringt, die eben besser zu den kundenwünschen passen.

meine persönliche ansicht zu jamba erwähnte ich bereits eingangs ... die hat aber nicht unbedingt damit zu tun, ob dem angebot des unternehmens nicht tatsächlich ein bedürfniss (so absurd es mir persönlich erscheint) gegenüber steht. dieses KANN sicherlich mit weniger abzocke befriedigt werden - und unternehmen können trotzdem einen ordentlichen schnitt dabei machen.

ein dialog ist immer auch eine regelschleife im kybernetischen sinne, die bei allen beteiligten komponenten auswirkungen haben kann. diese gegenseitige regelung trägt zu einem neuen gleichgewicht bei - von dem in diesem fall beide beteiligten gruppen etwas hätten. authentische kommunikation (in beiden richtungen) ist nichts anderes als eine solche feedbackschleife.

Thomas Pleil

Wir sind da sehr nahe beieinander. Hatte nur das Gefühl, dass der Produktaspekt in der Diskussion ausdrücklich erwähnt werden sollte, damit nicht PR von manchen als Allheilmittel wahrgenommen wird.

Vielleicht bin ich von einem Pitching, das wir in einem Studiengangsprojekt heute vormittag gemacht haben, noch beeinflusst: Da haben zwei von drei studentischen Lernagenturen in ihrer PR-Konzeption Ziele gesetzt, die durch Kommunikation einfach nicht erreichbar waren, sondern auf der Produktebene liegen. Das kann natürlich ganz falsche Ansprüche wecken...

Noch kurz zum Stichwort Dialog: Es ist vollkommen richtig, dass dieser zu einem neuen Gleichgewicht führt. Betonen sollte man vielleicht noch, dass dies logischerweise auch die Bereitschaft zur Änderung des eigenen Verhaltens bzw. der eigenen Sicht der Dinge voraussetzt. In unserem Fall heißt das, dass ein Unternehmen, das negative Reaktionen auf sein Angebot wahrnimmt, diese Reaktionen bewerten muss und abhängig von dem Gewicht der Gegenmacht auch bereit sein muss, sein Produkt zu ändern (bzw. eine Position aufzugeben).

Markus Breuer

> Verhaltens bzw. der eigenen Sicht der Dinge voraussetzt. In unserem Fall
> heißt das, dass ein Unternehmen, das negative Reaktionen auf sein Angebot
> wahrnimmt, diese Reaktionen bewerten muss und abhängig von dem Gewicht der
> Gegenmacht auch bereit sein muss, sein Produkt zu ändern (bzw. eine
> Position aufzugeben).

genau das ist eine funktionierende regelschleife, die übrigens nichts mit moral und ethik zu tun haben MUSS (aber kann). ich denke, dass sich in den modernen märkten mit kommunizierenden verbrauchern angebote, die den verbraucher deutlich übervorteilen, dauerhaft nicht halten werden. die unternehmen, die einen wirklichen dialog (mit änderungsbereitschaft) führen, werden einfach erfolgreicher sein, weil sie die bedürfnisse und (im B2B-bereich) konkreten anforderungen einfach besser erfüllen.

ist übrigens ein ähnlich absurdes dilemma im bereich corporate design/identity. eine CI, die durch mein angebot und mein verhalten gegenüber kunden und geschäftspartnern einfach nicht unterfüttert wird, kann ich mir von der besten agentur der welt bauen und kommunizieren lassen. wenn ich die nicht lebe, wird sie nie in das wahre markenbild (das im hinterkopf der leute) eingang finden.

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