Reales Marketing in virtuellen Welten
Es wird mehr und mehr üblich, für "reale" Marken, zumindest erste Marketing-Experimente in Virtuellen Welten zu unternehmen (mehr zur Logik hinter dieser Strategie im übernächsten Beitrag). Ein gerne verwendeter - eigentlich aber unzutreffender - Begriff in diesem Zusammenhang ist das "Advergaming". Eines der neuesten Beispiele für eine solche Marke ist American Apparel. Der Stil dieser Kleidungskette lässt sich vielleich mit "Gap for the cool kid" umschreiben und ihr Geschäftsgebahren ist nicht ganz unumstritten. Auf jeden Fall wird American Apparel nächste Woche seinen ersten Shop in Second Life eröffnen.
Mehr Details gibt es auf Mark Wallace's weblog 3pointD. Und einige weitere Kommentare sind schon auf diversen Weblogs zum Thema Virtual Fashion zu finden (klar, gibt es auch schon Weblogs zu dem Thema). Das beste und aktuelleste ist vielleicht das Second Style Fashionista Blog.
American Apparel wird über sein neues virtuelles Outlet tatsächlich virtuelle Mode für Second Life Avatare verkaufen; im Styling angelehnt eine seine reale Mode. Das wird schwerlich ein profitables Geschäft für die Marke werden. Aber das soll es sicherlich auch nicht. Es ist ein netter Marketing/PR Stunt, der sicherlich ein paar Wellen in der Modebranche und drüber hinaus schlagen wird. Und es gehört nicht viel Wagemut zu der Vorhersage, das schon bald weitere Marken - speziell "hip" Brands - dem Beispiel folgen werden.
Interessant ist dieses Projekt auch insofern, als dass die Fashion Branche sicherlich die derzeit umsatzmäßig größte Branche in Second Life ist. Auch hier gibt es bereits einzelnen "Spieler" die mehr als 100.000$ pro Jahr mit ihrem (so gar nicht mehr) virtuellen Job verdienen. Die Idee, professionelle Firmen aus der "Außenwelt" nach Second Life zu bringen stößt dementsprechend auf ein arg gemischtes Echo in der Gemeinde der Second Life "residents".
Technorati Tags: net business, net life, second life, web 3.d


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