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Sunday, 27 August 2006

trnd - No Spam?

Durch einen Link auf einen meiner Beiträge bin ich gestern abend zufällig bei trnd gelandet. Das war ein interessantes Erlebnis. Die Homepage macht schon klar, hier sind nur "nette coole, junge Leute drin". Aber was steht hinter trnd? Lassen wir die Website für sich sprechen:

trnd ist das Ende von nerviger Werbung. trnd ist eine neue Form, wie Unternehmen außergewöhnlich gute Produkte, Trends
und Services bekannt machen können. Die trnd-Mitglieder können sich diese neuen, coolen Produkte aussuchen und zum längeren Test nach Hause liefern lassen. Sind sie von den Produkten überzeugt, dann erzählen sie einfach Ihren Freunden und Bekannten davon und machen die Produkte per Mundpropaganda bekannt - ganz ohne nervige Werbung. Freiwillig, ohne Kosten und mit viel Spaß!

OK. trnd is also eines dieser Projekte, mit denen nette, coole, junge Marketing-Leute versuchen, Grassroots-Entwicklungen zu simulieren und Word-of-Mouth-Phänomene zu starten oder zu pushen. (Ist das nun "astroturfing" oder nicht?) So weit so gut. Will ich aber beim trnd-blog kommentieren, muss ich selbstverständlich Mitglied bei Trend werden. Dazu muß ich - um einen Blog-Kommentar abzugeben - unter anderem

  • Meinen Namen angeben
  • Meine reale Adresse nennen
  • Meine Telefonnummer angeben
  • Meinen Familienstand nennen
  • Meinen Ausbildungsgang beschreiben
  • Einen 5-seitigen Fragebogen zu Neigungen und Haltungen ausfüllen

Und auf jeder Seite wird mir mindestens einmal versichert, dass meine Daten in sicheren Händen sind und trnd das Ende von nerviger Werbung, Spam etc. ist. Honi soi qui mal y pense. ;)

Nachtrag: Ich vergaß, zu erwähnen, dass ich auch nach Registrierung und Bestätigung per Double Opt-in nicht im Weblog kommentieren durfte. :)

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Comments

Hier geht das Kommentieren ja zum Glück viel einfacher;-)
So baut trnd keine Community auf, zumindest wird das Wachsen schwerer.
Unfair finde ich es jedoch von dir, die trnd-Leser mit so einem schwierigen Schlußsatz zu frustrieren, wo selbst der Duden online die Übersetzung des letzten Wortes nur bei kostenpflichtiger Registrierung rausrückt:
http://www.duden.de/index2.html?duden-suche/werke/felix/000/075/honi_soit_qui_mal_y_pense.75734.html

Honi soi qui mal y pense > "Ein Schuft, wer Böses dabei denkt" offizielles Motto des Hosenbandordens ;)

Sorry.

Unterstelle niemals Absicht wenn Dummheit genügt. :)

Ahoi!

Interessantes Posting! Will mal ein paar Antworten versuchen ... wobei ich gerade ueberlege, ob es nach Blog-Etikette korrekter ist, per eMail oder per Kommentar zu antworten. Ich versuche es mal als Kommentar:

> versuchen, Grassroots-Entwicklungen zu simulieren
> und Word-of-Mouth-Phänomene zu starten oder zu pushen.
> (Ist das nun "astroturfing" oder nicht?)

Definitiv weder Kunstrasen noch sonstwas künstliches. Wir versuchen nur, das alte Massenmarketing zu beenden und auf ein Multiplikatoren- bzw. Open Source Marketing hinzuarbeiten.

Massenmarketing: das Unternehmen sucht sich eine Zielgruppe raus und besendet jeden einzelnen der Zielgruppe. Multiplikatorenmarketing: das Unternehmen sucht sich diejenigen Leute raus, die bereits Fans bzw. Interessenten sind und lädt diese Leute ein, innerhalb eines Dialogs am Marketingprozess mitzuwirken (hier bewusst Marketing, nicht nur Advertising, denn wirklich spannend wird es erst dann, wenn man nicht nur an der Kommuniktion, sondern auch an der Produktentwicklung oder am Pricing mitbestimmen kann - ich weiss, Open Source Marketing ist noch ein weiter Weg).

Die Verbreitung über Multiplikatoren ist ohnehin der natürliche Weg. Jeder hat in seinem Bekanntenkreis einen Handy- und Gadgetfan, einen Autospezialisten und einen Versicherungs- und Finanzguru. Uns geht es nun darum, dass Unternehmen beginnen, mit diesen privaten Spezialisten Dialog zu führen, anstatt sie als nicht-CD-konform-kommunizierend abzumahnen (was ja mitunter noch passiert). Notiz am Rande: dabei müssen die Unternehmen auch noch lernen, dass Newsletter und Kundenmagazine eigentlich gar keine Dialogmedien sind ;D

> auch nach Registrierung und Bestätigung per Double Opt-in
> nicht im Weblog kommentieren durfte. :)

Sorry, hier braucht das Wordpressblog leider ne Weile, bis es die Schreibrechte neuer trnd-Partner erkannt hat. Steht schon auf unserer todo-Liste. Dass wir bei der Registrierung unsere Mitglieder kennenlernen wollen, ist insorfen wichtig, als dass wir sie ja gerade _nicht_ bespammen wollen. D.h. das Autoprojekt nur für den Autofan und die Opernkarten nur für den musikalisch interessierten. Wobei der "Neigungen und Haltungen"-Fragebogen optional bei der Registrierung ist.

Gruss aus München,

.Rob

Kommentieren ist bei (normalen) Blogs schon OK, Rob! ;)

Verzeih, wenn mein Kommentar missverständlich rüber kam. Ich wollte nicht kritisieren, dass, wer bei trnd "Mitglied" und mitmachen will, sich registrieren muss. Welche Daten bei einer solchen Registrierung abgefragt werden, ist unterschiedlich. Und sicherlich könnt Ihr gute Gründe ins Feld führen, warum ihr möglichst viele Fakten über die Mitmacher wissen wollt.

Was ich fragwürdig finde, ist allein, dass all diese Daten auch der angeben muss, der euer Blog liest und nicht mehr möchte, als einen Kommentar abzugeben. Auch meine Tageszeitung möchte nicht mein Geburtsdatum und meine Schugröße haben, bevor sie meinen Lesebrief veröffentlicht.

Wenn Ihr jedoch Kommentare zu eurem Weblog nur für registrierte Mitglieder der trnd-Community zulassen wollt (über die Ihr vorher alle erdenklichen Daten gesammelt habt), sollten ihr konsequenterweise das Weblog auch nur Mitgliedern zugänglich machen. Ansonsten könnte der unschöne Verdacht aufkommen, dass Ihr Datensammeln betreibt.

Hmm ... guter Punkt. Unsere Blogs sind als reine Mitgliederblogs gestartet, um über laufende Projekte, etc. zu diskutieren. Aber es wäre wahrscheinlich konsequenter (Dialog), die Blogs auch öffentlich kommentierbar zu machen (trackbackbar sind sie schon). Werd ich mal auf unsere Todo-Liste setzen. Danke für den Hinweis! :D

Nur so en passant: Ich bin trnd-Mitglied, war bei 3-4 Projekten dabei und hab mich noch nie bespammt gefühlt. (Und wenn die Headline von nem Newsletter nur über Autos handelt kann ich den problemlos ungelesen lassen ;) )

Und ich hab schon mit Kunden von trnd geredet und die sind SEHR happy über das Feedback, das sie von den trnd-Mitgliedren bekommen.

Jetzt hilft mal einer den Firmen dabei, auf Kunden zu hören... (Aber in der Tat: Kommentare auf (sagen wir mit Captacha) und gut...

Damits kein Jubelposting wird: Mir ist aktuell nur nicht klar, was ich mit meinen tollen Punkten machen kann ausser mir n trnd-t-shirt zu holen ;-)

Ich hatte das - hoffe ich - schon in der Antwort of Rob's Kommentar verklart: Beim Business Model von trnd sehe ich ein, dass nach vielem gefragt wird. Dieselben Fragen verbindlich zu stellen, wenn es nur um eine Kommentar auf dem Blog geht ist ... fragwürdig.

Der Ansatz von trnd selbst ist interessant, wenn auch nicht neu. Alles, was ich bislang davon gesehen habe, gefällt mir aber immerhin besser - weil's transparenter ist - als einige US-Vorbilder.

Ich bin auch Trnd-Mitglied, habe mich bisher aber nicht besonders aktiviert gefühlt. Die Ansprache fand ich aber immer ok und die vorgestellten Produkte sind meistens auch interessant. Schön auch, dass der Macher gleich hier "in den Dialog" tritt und sich über Anregungen freut.

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