Samwer-Brüder beteiligen sich bei Anshe Chung
Und gleich noch einen drauf: wie ich soeben in der FAZ lesen konnte, werden sich die Samwer-Brüder über ihre VC-Gesellschaft European Founders an den Anshe Chung Studios beteiligen. Und Anshe Chung Studios, die Firma der größten Landbesitzerin von Second Life ist sicherlich eine der spannenderen Stories des "Metaversums"; schwerpunktmäßig immer noch im (sehr profitablen) virtuellen Landhandel tätig, wird hier aktuell systematisch Kapazität für "Bauprojekte" in virtuellen Welten aufgebaut - und werden entsprechend Mitarbeiter qualifiziert.
Zitat dazu:
„Wir wollen die Firma professionalisieren, auf Wachstum trimmen“, sagte Samwer. Bis Juli soll die Zahl der Mitarbeiter auf 100 verdoppelt werden. Bis Jahresende sollen neben dem Stammsitz in der chinesischen Stadt Wuhan neue Büros in Frankfurt, Boston und Tel Aviv eröffnet werden.
Grundsätzlich keine schlechte Idee. Denn der Zugriff auf die preisgünstigen chinesischen Entwickler ist sicherlich ein ordentlicher Standortvorteil, den ACS anderen Entwicklern voraus hat. Was ich aber nicht ganz verstehe, ist, wie die Samwers das (speziell die Professionalisierung) mit einem Zehnprozent-Anteil bewerkstelligen wollen. Man darf vermuten, dass es noch ein paar Optionen in dem entsprechenden Vertragswerk geben wird, die im Falle des Projekterfolgs weitere Anteilsübertragungen sicherstellen ...
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Soweit mir bekannt war der erste "virtuellen Landhandel" der modernen Zeit schon 1925 der Verkauf des Eiffelturms. Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Lustig#Verkauf_des_Eiffelturms
Posted by: Cem | Wednesday, 28 February 2007 at 11:23
Cem, unabhängig davon, wie man SL bewertet: virtuelles Land ist Serverspace. (Es wird nur in einer anderen Metapher präsentiert.) Und es gibt eine MENGE Firmen weltweit, die Serverspace verkaufen. Wenn die Deiner Meinung nach alle die "Brooklyn Bridge verkaufen" - um mal die amerikanische Floskel zu verwenden - dann betriebe in Deutschland beispielweise auch 1&1 ein halbseidenes Geschäft. :)
Posted by: Markus Breuer | Wednesday, 28 February 2007 at 12:19