Da bestellte ich doch kürzlich per Internet bei einem Tochterunternehmen des großen deutschen Versandhauses Quelle Waren im Werte von knapp Tausend Euronen und freute mich, als ich kurz darauf per E-Mail eine Bestätigung bekam, dass alles lieferbar sei und sofort bearbeitet würde. War ein bisschen knapp vor Weihnachten die Aktion aber ... "Alles wird gut!"
Zwei Wochen später erreichte mich heute folgendes Schreiben (per Brief!) Auszug:
Gern hätten wir sie gleich bedient, doch ist uns das leider noch nicht möglich [...]
[...] benötigen wir ihr korrekte Privatanschrift [ich hatte die Lieferung aus naheliegenden weihnachtlichen Gründen "c/o" ins Büro liefern lassen wollen] dennoch zur Vervollständigung unserer Unterlagen. Für ihre Antwort verwenden Sie am besten unseren Umschlag; fügen Sie bitte die Bestellung erneut bei, denn der Auftrag ist bei uns nicht gespeichert.
Anlage: ein leerer Bestellzettel! Auf dem Schreiben war übrigens nirgends der Name des Tochterunternehmens zu finden, bei dem ich bestellt hatte! Überall nur "Quelle". Für jemanden, der sich zuvor nicht über die Eigentumsverhältnisse seines Online-Geschäftspartners informiert hat, eventuell etwas irritierend ...
Ich soll also jetzt tatsächlich den ganzen Krempel noch mal eintippen, obwohl ich das alles schon einmal gemacht habe, die Daten digital übermittelt habe, sie (sicherlich) digital erfaßt wurden und lediglich eine andere Strassenadresse benötigt wird, um festzustellen, ob ich die Bestellung überhaupt bezahlen kann (wofür ich Verständnis habe)?!
Ob den Verantwortlichen schon einmal jemand etwas von den Vorzügen von E-Mail berichtet hat? Oder von von den Auswirkungen von kundenorientierten Prozessen auf Umsatz, Kundentreue, Wiederverwendungsabsichten etc.?
Noch Fragen, warum der Konzern, zu dem dieses Versandhaus gehört, massive Probleme hat und erst kürzlich vor der Insolvenz gerettet werden musste? Auch ich werde jedenfalls in Zukunft wieder bevorzugt bei anderen Unternehmen meine Online-Einkäufe tätigen!
